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Ratgeber · Kooperationen und Partner

Kooperationspartner finden: So kommen zwei Unternehmen zusammen, die sich gegenseitig Kunden bringen⁣‌⁠⁠‌‌‌⁠‌‌⁠⁠⁠‌⁠‌‌‌‌⁠‌⁠⁠‌⁠‌‌⁠⁠⁠‌‌‌‌‌⁠⁠‌⁠⁠‌‌⁠⁠‌‌‌‌⁠‌⁠⁠‌‌⁠‌‌‌⁠⁠‌‌⁠⁠‌‌‌⁠⁠‌‌⁠‌‌‌⁠⁠‌⁠⁠⁠‌‌⁠⁠‌‌⁠⁠⁣

von · · 3 Minuten Lesezeit

Titelkarte: Kooperationspartner finden: So kommen zwei Unternehmen zusammen, die sich gegenseitig Kunden bringen

Die besten Kunden kommen selten über Anzeigen. Sie kommen über jemanden, der sagt: „Frag mal die, die sind gut.“ Eine gute Kooperation macht genau das zur Regel statt zum Zufall. So findest du die Partner, mit denen das klappt.

Warum Kooperationen so viel bringen

Jedes Unternehmen hat Kunden, die gleichzeitig noch etwas anderes brauchen. Wer eine Photovoltaikanlage kauft, denkt über eine Wallbox nach. Wer ein Haus saniert, braucht Handwerker, Energieberatung und oft eine neue Hausverwaltung. Wer eine Firma gründet, sucht Steuerberatung, Versicherung und eine Website.

Genau dort liegt die Chance: Zwei Unternehmen, die dieselben Kunden haben, aber nicht dasselbe verkaufen, können sich gegenseitig empfehlen. Der Kunde bekommt einen geprüften Kontakt, beide Unternehmen bekommen warme Anfragen. Das ist der Kern jeder guten Kooperation.

Trotzdem bleiben viele Kooperationen eine nette Idee beim Stammtisch. Nicht, weil die Leute keine Lust hätten, sondern weil im Tagesgeschäft niemand Zeit hat, das Thema anzuschieben. Wer es schafft, Kooperationen planvoll aufzubauen, hat einen echten Vorsprung.

Schritt 1: Finde heraus, wer deine Kunden noch bedient

Setz dich einmal hin und schreib auf, was deine Kunden kurz vor, während und nach dem Kauf bei dir noch brauchen. Nicht, was du verkaufen könntest, sondern was sie tatsächlich bei anderen kaufen.

  • Wen rufen deine Kunden an, bevor sie bei dir landen?
  • Wen brauchen sie direkt nach deinem Auftrag?
  • Bei wem sitzen sie sowieso regelmäßig, zum Beispiel bei Steuerberatung, Bank oder Verband?

Aus dieser Liste werden Branchen. Und aus den Branchen werden konkrete Unternehmen in deiner Region. Zehn Namen reichen für den Anfang.

Schritt 2: Prüf, ob es wirklich passt

Nicht jeder, der dieselben Kunden hat, ist ein guter Partner. Eine Kooperation steht für deinen Ruf. Wenn du jemanden empfiehlst und der enttäuscht, fällt das auf dich zurück.

Darauf achte ich, bevor ich zwei Unternehmen zusammenbringe:

  • Gleiche Haltung: Gehen beide ähnlich mit Kunden um, zum Beispiel bei Erreichbarkeit, Ehrlichkeit und Termintreue?
  • Gleiche Liga: Passen Größe und Preisniveau zusammen, sodass sich die Kunden beider Seiten wohlfühlen?
  • Keine Konkurrenz: Gibt es Überschneidungen im Angebot, die später zu Ärger führen?
  • Ein Ansprechpartner: Gibt es auf beiden Seiten eine Person, die sich kümmert?

Schritt 3: Sprich die richtige Person an, am besten warm

Eine kalte E-Mail an info@ landet meistens im Nirgendwo. Viel besser funktioniert eine Vorstellung durch jemanden, den beide kennen. Wenn ich zwei Menschen zusammenbringe, schreibe ich eine kurze Nachricht an beide: wer der andere ist, warum ich glaube, dass sie sich kennenlernen sollten, und was beide davon haben könnten.

Hast du niemanden, der dich vorstellt, such dir einen Anlass: eine Veranstaltung des Unternehmerverbands, eine Betriebsbesichtigung, ein Messestand. Und dann gilt: erst zuhören, dann anbieten. Frag, was den anderen gerade beschäftigt. Oft ergibt sich die Idee für die Zusammenarbeit dann von selbst.

Schritt 4: Fang klein an

Die meisten Kooperationen scheitern am großen Rahmenvertrag, den keiner unterschreibt. Besser ist ein kleiner, konkreter erster Schritt:

  1. Ihr stellt euch gegenseitig einem Kunden vor, bei dem es gerade passt.
  2. Ihr macht gemeinsam einen Infoabend für eure Kunden.
  3. Ihr legt Informationen des anderen in eure Kundenmappe oder auf eure Website.
  4. Ihr trefft euch nach drei Monaten und schaut, was daraus geworden ist.

Wenn der erste Schritt klappt, wächst Vertrauen. Und mit dem Vertrauen wächst die Kooperation.

Schritt 5: Halt die Kooperation am Leben

Die meisten Kooperationen sterben nicht im Streit, sondern im Schweigen. Nach dem ersten Treffen passiert einfach nichts mehr. Dagegen hilft ein fester Rhythmus: ein kurzes Telefonat im Monat, ein Treffen im Quartal, eine gemeinsame Aktion im Jahr. Und ein Dankeschön, wenn eine Empfehlung funktioniert hat. Das klingt banal, macht aber den Unterschied.

Typische Stolperfallen

  • Zu viele Partner auf einmal: Drei gepflegte Kooperationen bringen mehr als fünfzehn auf dem Papier.
  • Nur die Chefs reden: Wenn die Leute im Vertrieb und Kundenservice nichts von der Kooperation wissen, empfiehlt niemand.
  • Keine Rückmeldung: Wer nie erfährt, was aus seiner Empfehlung geworden ist, empfiehlt irgendwann nicht mehr.

Wenn dir dafür die Zeit fehlt

Genau das ist der Punkt, an dem ich ins Spiel komme. Als Business Developer auf Zeit sortiere ich mit dir, welche Partner zu dir passen, öffne über mein Netzwerk die ersten Türen und bleibe dran, bis die Kooperation in deinem Haus läuft. Du entscheidest, wie viele Tage im Monat du dafür brauchst.

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