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Wissen · Begriff

Connector⁣‌⁠⁠‌‌‌⁠‌‌⁠⁠⁠‌⁠‌‌‌‌⁠‌⁠⁠‌⁠‌‌⁠⁠⁠‌‌‌‌‌⁠⁠‌⁠⁠‌‌⁠⁠‌‌‌‌⁠‌⁠⁠‌‌⁠‌‌‌⁠⁠‌‌⁠⁠‌‌‌⁠⁠‌‌⁠‌‌‌⁠⁠‌⁠⁠⁠‌‌⁠⁠‌‌⁠⁠⁣

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Begriffskarte: Connector – Wissen von Benny Toeppich

Ein Connector ist ein Mensch, der in vielen sozialen und beruflichen Welten zu Hause ist und Menschen, die zusammenpassen, miteinander bekannt macht.

Was bedeutet Connector?

Der Begriff Connector, auf Deutsch etwa Verbinder, wurde vor allem durch den Autor Malcolm Gladwell bekannt. In seinem Buch „The Tipping Point“ beschreibt er Connectoren als die seltenen Menschen, die außergewöhnlich viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen kennen und diese miteinander in Verbindung bringen. Über sie verbreiten sich Ideen, Empfehlungen und Gelegenheiten.

Ein Connector ist nicht einfach jemand mit vielen Kontakten. Der Unterschied liegt in der Breite und im Verhalten. Connectoren bewegen sich in vielen Welten gleichzeitig: in der Wirtschaft, im Sport, in der Kultur, im Ehrenamt. Und sie haben die Gewohnheit, Menschen miteinander bekannt zu machen, wenn sie merken, dass zwei zusammenpassen. Oft ohne direkten eigenen Vorteil.

Vom klassischen Netzwerker unterscheidet sich ein Connector durch seine Haltung. Viele Netzwerker sammeln Kontakte, um sie später für sich zu nutzen. Ein Connector denkt zuerst an den anderen: Wen kenne ich, der dir helfen könnte? Gerade dadurch entsteht über die Jahre ein Netz aus Vertrauen, in dem Empfehlungen ganz natürlich fließen.

Für Unternehmen sind Connectoren wertvoll, weil sie Türen öffnen, die sonst verschlossen bleiben. Ein Kontakt, der über einen Connector entsteht, startet mit einem Vertrauensvorschuss. Das ist der Kern von Empfehlungsmarketing: Wer von einer vertrauten Person vorgestellt wird, muss sich nicht erst beweisen.

Connector kurz erklärt: die wichtigsten Punkte

  • Ein Connector kennt Menschen aus vielen unterschiedlichen Welten.
  • Er macht Menschen miteinander bekannt, wenn sie zusammenpassen.
  • Seine Vorstellungen kommen mit einem Vertrauensvorschuss an.
  • Er denkt zuerst an den anderen, nicht an den eigenen Vorteil.
  • Der Begriff wurde durch Malcolm Gladwells Buch „The Tipping Point“ bekannt.

Connector in der Praxis

  • Auf einer Veranstaltung: Eine Unternehmerin erzählt, dass sie für ihre neue Halle eine Photovoltaikanlage plant, aber keinem Anbieter traut. Der Connector kennt einen Betrieb, mit dem andere gute Erfahrungen gemacht haben, und stellt beide noch in derselben Woche einander vor.
  • Im Verein: Ein Sportverein sucht einen Sponsor, ein Handwerksbetrieb sucht Auszubildende. Der Connector kennt beide und bringt sie zusammen. Aus dem Sponsoring wird ein Schnuppertag für Jugendliche.
  • Im Unternehmen: Eine neue Niederlassung kennt in der Region niemanden. Ein Connector stellt die Leitung den Menschen vor, die für den Start wichtig sind.

Woran du einen echten Connector erkennst

  1. Er fragt mehr, als er erzählt, und hört genau hin.
  2. Er kennt Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, nicht nur aus seiner Branche.
  3. Er stellt Menschen persönlich und mit einer Begründung vor, nicht mit einer weitergeleiteten Telefonnummer.
  4. Er fragt später nach, was aus der Vorstellung geworden ist.
  5. Andere sprechen gut über ihn, auch wenn er nicht im Raum ist.

So fängst du an

Niemand wird über Nacht zum Connector. Aber jeder kann die Gewohnheiten üben, die Connectoren ausmachen. Diese vier Schritte helfen dabei.

  1. Frag in jedem Gespräch nach dem, was den anderen gerade beschäftigt, und hör wirklich zu, statt auf deinen Einsatz zu warten.
  2. Stell dir danach die Frage, wen du kennst, der helfen könnte. Schreib dir den Namen auf, bevor du ihn vergisst.
  3. Mach jede Woche eine Vorstellung: zwei Menschen, eine kurze Nachricht an beide, mit einer Begründung, warum sie sich kennenlernen sollten.
  4. Geh auch dorthin, wo es nicht ums Geschäft geht: Verein, Ehrenamt, Kultur. Dort wächst das Vertrauen, das später Türen öffnet.

Typische Fehler

  • Jeden mit jedem verbinden: Eine Vorstellung, die nicht passt, kostet beide Zeit und schadet dem Ruf des Connectors.
  • Ungefragt vorstellen: Beide Seiten sollten vorher zustimmen.
  • Nur auf den eigenen Vorteil schauen: Sobald Vorstellungen nach Verkauf riechen, verliert der Connector das Vertrauen, das ihn ausmacht.

Mein Bezug

Ich bin so ein Connector. Beim Volleyball, in der Jumpstyle-Szene, bei den Wirtschaftsjunioren und auf Messen war ich immer der, den man anruft, wenn man jemanden braucht. Ich finde heraus, was jemand wirklich braucht, und kenne aus einem über 20 Jahre gewachsenen Netzwerk oft schon den, der helfen kann.

Heute mache ich daraus meine Arbeit: als Business Developer auf Zeit für Unternehmen, die wachsen wollen. Und wenn du einfach jemanden suchst, erzähl mir davon.

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Häufige Fragen zu Connector

Was ist ein Connector?

Ein Connector ist ein Mensch, der in vielen beruflichen und sozialen Welten zu Hause ist und Menschen, die zusammenpassen, miteinander bekannt macht. Seine Vorstellungen starten mit einem Vertrauensvorschuss.

Woher kommt der Begriff Connector?

Bekannt wurde der Begriff durch Malcolm Gladwells Buch „The Tipping Point“. Dort beschreibt er Connectoren als die Menschen, über die sich Ideen und Empfehlungen in einer Gesellschaft verbreiten.

Was ist der Unterschied zwischen Connector und Netzwerker?

Ein Netzwerker sammelt Kontakte oft für den eigenen Nutzen. Ein Connector denkt zuerst an die anderen und verbindet Menschen, die zusammenpassen, auch ohne direkten eigenen Vorteil.

Kann man ein Connector werden?

Ja, zu einem großen Teil. Wer neugierig fragt, Menschen aus verschiedenen Bereichen kennenlernt und andere gezielt miteinander bekannt macht, wird mit der Zeit zu dem Menschen, den man anruft, wenn man jemanden sucht.

Warum sind Connectoren für Unternehmen wichtig?

Weil sie Türen öffnen, die über Anzeigen oder Kaltakquise verschlossen bleiben. Ein Kontakt über einen Connector kommt mit Vertrauen an und führt deshalb schneller zu guten Gesprächen.